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NEW+YORK

Ich kann die Stadt vor lauter Wolkenkratzern sehen. Seitdem habe ich auch keine Nackenschmerzen mehr.

New York ist ein teures Pflaster. Ich frage mich, wie man als Künstler dort überlebt. Oder finde heraus, was die Freiheitsstatue auf einem Parkplatz in Brooklyn zu suchen hat. Wenn Überwachungsbeamte auf den Monitoren plötzlich ein Drama sehen, lasse ich mir das von den Surveillance Camera Players genauer erklären.

Unter den über acht Millionen Menschen in New York finde ich diejenigen, über die man auch in Europa gern liest. Unterwegs sammle ich Neuigkeiten aus der Stadt und Ansatzpunkte für Reportagen. Neue Blickwinkel, um die Welt zu betrachten, finde ich hier zuweilen in der U-Bahn. Oder beim Blick aus dem 14. Stock - oder dem 13. Stock, sofern amerikanischer Aberglaube nicht zählt.

Ein Klick auf den jeweiligen Titel, und es gibt etwas zu lesen. Unten!

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Madison Avenue, New York

Das Geheimnis der ersten Etage

Weit mehr als 400 Läden mit Pret-a-Porter, Couture und Juwelen reihen sich auf der Madison Avenue. Trotzdem tut sie sich unter den Luxus-Einkaufsstraßen der Welt mit Lokalkolorit statt mit Superlativen hervor - und perfektioniert ihre Erlesenheit im Oberstübchen.

Den kompletten Text inklusive Fotos vom wunderbaren Clemens Kois gibt es hier: style in progress 3/13

Fifth Avenue ist das Symbol für Luxus-Shopping. Wer sich selbiges leisten kann, geht trotzdem nicht unbedingt dorthin. Zwar locken an der Fifth Avenue glitzernde Auslagen und spektakuläre Schaufenster die Massen zu Kaufhäusern wie Bergdorf Goodman und Saks, spülen sie zu Tiffany's und in den weltgrößten Louis Vuitton-Store. Aber zum exklusiven Einkauf ist man in New York mit einer anderen Adresse besser beraten. Dort fehlen im Gegensatz zur Fifth Avenue die gigantischen Flagshipstores von H&M und Abercrombie & Fitch.

Auf der Madison Avenue findet sich eine Einkaufswelt der anderen Art. Lanvin. Chanel. Chloe. Hermes. Gucci. Missoni. Prada. Belstaff. Asprey. Dolce & Gabbana. Carolina Herrera. Emilio Pucci. Ralph Lauren. Oscar de la Renta. Tom Ford. Valentino. Helmut Lang. Sie sind alle hier, in nächster Nachbarschaft zueinander. "Viele große Labels haben mehrere Läden in New York, aber an die Madison Avenue zieht sie ein ganz besonderer und starker lokaler Markt", sagt Matthew Bauer, der seit 1999 die Immobilien- und Standortgemeinschaft ‚Madison Avenue Business Improvement District' leitet. "Worin sich Madison Avenue deutlich von den Luxus-Einkaufszentren der Welt unterscheidet: Viele Kunden kommen aus der Umgebung. Und sie sind loyal, sie betrachten sie als ihre Straße, sie ist ihnen wichtig."

Die perfekte Luxus-Kundin gleich um die Ecke

Upper East Side-Ladys können es sich leisten, beim Gassigehen mit ihrem preisgekrönten Malteser mal eben ein Hermes-Tuch zu kaufen. Ihretwegen tauchen Designer persönlich in ihren Madison Avenue-Läden auf oder glänzen auf vom Madison Avenue BID organisierten, piekfeinen Charity-Events. Schließlich ist die Madison Avenue nicht nur deswegen eine wahre Luxusmeile, weil sich auf einer Strecke von 29 Häuserblocks 455 edle Läden reihen. Sondern dieser Teil der Straße liegt zudem in einem Viertel, in dem das durchschnittliche Jahreseinkommen in die Steuer-Kategorie "zwischen 165.000 und 250.000 Dollar" fällt (125.000 bis knapp 200.000 Euro).

Trotzdem strahlt die Madison Avenue die Ruhe einer Kleinstadt aus. Die meisten anderen Luxus-Einkaufsstraßen stellen sich hingegen mit einer Grandezza zur Schau, die Besucher ein klitzekleines bisschen einschüchtert. Wie eine klassische Prachtstraße säumen Bäume die erhabene Avenue Montaigne in Paris, am Rodeo Drive in Beverly Hills trifft man hordenweise Touristen, die auf Hollywoodstars hoffen. In der Causeway Bay in Hongkong sieht man sich von Banken umgeben und von einem 13-stöckigen Kaufhaus im Sekundentakt zu Entscheidungen gedrängt, kurzum: von Megalomania erschlagen.

Im Gegensatz dazu flaniert auf der Madison Avenue die Nachbarschaft - liquide, todschick und ein bisschen betulich. Mittags tragen die Damen aus der Gegend ihre Birkin Bags zum Lunch dorthin, wo Kellner ihre Lieblingsdrinks kennen, danach haben sie einen Termin beim Edelfriseur ums Eck, und auf dem Rückweg plaudern sie mit einem der Galeristen über Turners "Snowstorm" und das Wetter in New York.

Das wirkt auch auf den internationalen Markt wie ein Magnet. Schließlich lieben Touristen kaum etwas mehr, als Lokalkolorit zu erleben und die Orte zu entdecken, an denen die Einheimischen unterwegs sind. Auf der Madison Avenue treffen sie obendrein nicht bloß irgendwelche New Yorker - sondern diejenigen, die in ähnlichen Gesellschaftskreisen verkehren wie sie selbst. Und unter sich bleiben.

Wohlgehütete Geheimnisse im ersten Stock

In den ein, zwei Stockwerken oberhalb der Schaufenster spielt sich ein entsprechend exklusiver Alltag ab, der von Mundpropaganda lebt. Von Friseur- und Schönheitssalon bis zu Spezialreinigung und Babysitter-Agentur ist alles vom Feinsten, Werbung würde regelrecht bourgois wirken, stattdessen bemisst der Grad an Privatsphäre den wahren Luxus. Ein ganz normales Fitnessstudio etwa wäre auf der Madison Avenue undenkbar. Über den Luxusmodeläden schwitzen die finanziell Gepolsterten in Räumen mit Einzeldusche, eigenem Handtuch und Personal Trainer. Wenn das auch nicht hilft, bieten ein paar Schritte weiter Schönheitschirurgen diskret ihre Dienste an.

Doch nicht nur sie wissen, wer aus der Nachbarschaft ein paar Pfund zugelegt hat. Das könnte auch Shahin Samouhi sagen - freilich, sie würde es nie tun. Bei Shahin Design lassen sich ...

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